Unsere Stimme ist wie ein Fingerabdruck: Einzigartig. Es soll tatsächlich keine zwei Stimmen geben, die genau gleich klingen. Viel zu unterschiedlich ist unsere Anatomie, unsere Körperhaltung, unsere Bewegungsabläufe. Die Stimme ist also unser wichtigstes USP.

Dennoch kennen die meisten von Ihnen Ihre eigene Stimme kaum. Und wenn doch, mögen Sie sich nicht. Und wieso hört sich unsere Stimme auf Band anders an als während des Sprechens?
Ganz einfach: wir nehmen die Stimme nicht nur über unsere Gehörorgane wahr (der so Luftschall gelangt aus unserem Mund durch die Luft zurück in unseren Gehörgang), sondern auch auf einen zweiten Weg: über unsere Knochen.
Probieren Sie es doch aus: halten Sie sich die Ohren zu uns sprechen Sie leise. So können Sie Ihren Knochenschall wahrnehmen.

Nehmen Sie Ihre Stimme auf! Machen Sie sich mit Ihrer Stimme vertraut, denn nur wer seine Stimme kennt, kann diese auch optimal einsetzen oder auch verändern!

Einmal pro Woche nehmen Sie Ihr Mobiltelefon zur Hand und besprechen das Tonband. Machen Sie es so lange, bis Sie zufrieden sind.

Hören Sie sich auch andere Sprecher genau an. Welche Stimme ist Ihnen besonders sympathisch? Kaufen Sie sich eine Hör CD an und hören Sie genau auf die Sprecherstimme. Was genau ist es, was Ihnen gefällt?

Wenn wir sagen: der oder die hat eine schöne Stimme, meinen wir eher ein Gesamtpaket.

Es ist eine Kombination aus Stimmklang, Sprachmelodie, Sprechtechnik, Verständlichkeit, Artikulation, Lautstärke etc.

Jeder von Ihnen hat seine Stärken und seine Schwächen. Wir müssen nur herausfinden, wo genau sie liegen, die Stärken betonen und die Schwachpunkte trainieren. Jede Stimme läßt sich verändern. Sie müssen wissen, wie Sie es angehen und beharrlich sein. Schließlich erwarten Sie auch nicht, dass Sie innerhalb von einer Woche eine Fremdsprache erlernen, oder eine neue Sportart wie Tennis. Sie müssen schon regelmäßig üben.

Aber glauben Sie mir: nichts hat eine bessere Wirkung als eine angenehm klingende, warme, den Raum füllende Stimme!