DIE STIMME DES ERFOLGS

Erfolgreiche Trainer vertrauen auf eine professionell geschulte Stimme und würden weder ihre Sprechtechnik noch ihre Körpersprache dem Zufall überlassen. Es kommt schließlich nicht nur darauf an, was Sie sagen, sondern WIE Sie es sagen. Sie als Trainer verkaufen nicht nur Ihre Dienstleistung, sondern auch sich selbst. Ihre Persönlichkeit ist Ihr USP, Ihre Stimme ist Ihre Visitenkarte.

Wie Sie von Ihrer Umgebung beurteilt werden, hängt zu 93% von Ihrer Körpersprache sowie vom Klang Ihrer Stimme ab und nur zu 7 % vom Wortinhalt!
Das haben Sie bestimmt schon 100 mal gelesen oder gehört. Nehmen Sie sich diese Worte zu Herzen, denn das eine kann ich Ihnen versprechen: mit einer geschulten Stimme und Sprache sowie einem professionellen Auftritt werden Sie wesentlich mehr Erfolg haben.

7 Tipps für Ihren erfolgreichen Auftritt:

1) MACHEN SIE SICH MIT IHRER STIMME VERTRAUT

Nehmen Sie Ihre Stimme auf! Denn nur, wenn Sie Ihre Stimme kennen, können Sie diese auch optimal anwenden oder auch verändern. Viele Menschen sind mit Ihrer Stimme unzufrieden. Sie ist entweder zu hoch, zu tief, zu schrill, etc. Eines vorweg: jede Stimme läßt sich durch Training verändern. Wenn Sie herausfinden wollen, wo Ihre Indifferenzlage (der persönliche Grundton) liegt, so denken Sie etwa an einen duftenten Kuchen und summen Sie entspannt vor sich hin (hmm, hmmm). Der Ton, der immer wieder vorkommt, ist mit großer Wahrscheinlichkeit Ihre natürliche Tonlage. Vor allem bei Stress verlassen die meisten von uns diesen Bereich und befinden sich dabei einige (unangenehme) Töne höher. Durch das Summen entspannen Sie sich nicht nur, Ihre Stimme bekommt auch mehr Resonanz und Volumen.

2) ATMEN SIE IN DEN BAUCH

Durch die richtige Atmung gewinnen Sie nicht nur an Energie, sondern Ihre Stimme auch an Volumen und Ausdruckskraft. Die meisten Menschen atmen flach und hastig in den Brustkorb, anstatt den Atem fließen zu lassen. Wir haben verlernt, in den Bauch hinein zu atmen (Neugeborene atmen automatisch richtig). Durch das falsche Atmen kommt es zu Schnappatmung, die Rede wirkt gehetzt. Beachten Sie, dass diese Anspannung und die Stresssymptome sich nicht nur auf Sie, sondern auch auf Ihr Publikum auswirken! Ein nervöser Redner bekommt ein nervöses Publikum. Daher: Atmen Sie vor dem Training ganz tief ein. Der Bauch muss sich dabei wölben. Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen Luftballon im Bauch, den Sie aufblasen wollen. Sogar den unteren Rücken sollte Sie beim Einatmen deutlich spüren. Aktivieren Sie wieder Ihren wichtigsten Atemmuskel: das Zwerchfell. (atmen Sie mehrmals kurz und kräftig auf sch sch sch aus, Ihre Hand legen Sie dabei oberhalb Ihres Bauchnabels. Sie werden deutlich Ihr Zwerchfell spüren, wie es sich auf und ab bewegt). Innere Ruhe beruht auf bewußter, tiefer und ruhiger Atmung. Ihre Stimme und Ihr Körper werden es Ihnen danken.

3) SPRECHEN SIE LAUT

Wenn Sie während Ihres Trainings vor sich hinmurmeln, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Ihre Zuhörer zu Räuspern und Husten beginnen oder gar einschlafen. Es ist sehr

anstregend zuhören zu müssen, wenn die Lautstärke nicht passt. Suchen Sie sich daher einen Punkt HINTER dem am weitesten von Ihnen entfernten Zuhörer. Und nun sprechen Sie ausschließlich bis zu diesem Punkt. So werder Sie automatisch lauter. (dabei müssen Sie natürlich Ihre Zuhörer ansehen, nicht diesen Punkt).

4) ACHTEN SIE AUF IHRE ARTIKULATION

Wenn der Zuhörer nicht verstehen kann, was Sie sagen, wird er sehr schnell aufhören, Ihnen zu folgen. Daher gilt: sprechen Sie jedes Wort richtig und deutlich aus! Zum Üben können Sie einen Korken oder einen Stift in den Mund nehmen und Ihre Rede auch mal so aufsagen. Sie werden sehr schnell Verbesserungen der Aussprache feststellen. Vortragende und Trainer, die einen starken Dialekt sprechen, sollten Ihre Sprache drigend auf Ihr Publikum abstimmen. Nichts ist anstrengender, als ständig deuten zu müssen, was der Vortragende eigentlich gesagt oder gemeint hat. Im Notfall holen Sie sich Rat eines Experten. Es gibt viele nützliche Sprechübungen, die Sie vor dem Training oder Vortrag an einem stillen Örtchen machen können. Tipps dazu gibt es auf www.traudichsprechen.at.

5) SPRECHEN SIE NICHT FÜR SICH, SONDERN FÜR DAS PUBLIKUM

Viele meiner Kunden, darunter auch Trainer, nuscheln gerne vor sich hin und oft habe ich nicht das Gefühl, dass ich angesprochen bzw. eingebunden bin. Ein ganz schwerer Fehler mit fatalen Folgen: der Zuhörer schweift bald in seinen Gedanken ab und hört nicht mehr zu. Daher gilt hier: Sie als Trainer/Vortragender sollten stets im visuellen Austausch mit Ihren Kunden/Ihrem Publikum stehen. Und achten Sie auch auf die Reaktionen Ihres Gegenübers. Wenn Sie Ihr Publikum respektieren, werden auch Sie respektiert. Noch ein Tipp: ein Lächeln kommt immer gut an.

6) AUF DIE PAUSEN KOMMT ES AN

Jeder von uns kann sich bestimmt an folgende Highlights erinnern: der Vortragende spricht in einer gleichgültig monotonen Tonlage zu Ihnen, das Sprechtempo verändert sich dabei auch kaum. An das Ende können wir uns wahrscheinlich alle nicht mehr erinnern, weil wir da schon längst eingeschlafen sind. Wie aber können Sie die Aufmerksamkeit Ihres Publikums an sich ziehen? In dem Sie einfach eine lange Pause machen und somit Spannung erzeugen. Dramaturgie muss aber gelernt sein. Je wichtiger der Inhalt, desto länger sollte davor die Pause erfolgen. Das Publikum wird es Ihnen mit gespitzen Ohren danken. Weiters gilt: je länger und komplizierter der Satz ist, desto langsamer sollten Sie sprechen und desto mehr Pausen sollten Sie setzen. Ausserdem gilt: verzichten Sie lieber auf lange Sätze! Kommen Sie schnell zum Punkt und langweilen Sie Ihr Publikum nicht mit unnötigen Details.

7) ACHTEN SIE AUF IHRE KÖRPERSPRACHE

Das Wissen über die eigene Körpersprache unterscheidet den schlechten Redner vom erfolgreichen. Nutzen Sie dieses Wissen! Immerhin stehen Sie als Trainer im Mittelpunkt. Je souveräner Ihr Auftritt, desto eher können Sie Ihr Publikum für sich gewinnen. Auch ohne Worte! Achten Sie auf eine aufrechte, unverkrampfte Körperhaltung und halten Sie Ihren Kopf gerade (stellen Sie sich vor, der Kopf wird wie bei einer Marionette von einem Faden gehalten). Die Gestik mit Armen und Händen sollte sich dabei vor dem Oberkörper abspielen. Der Oberkörper sollte stets den Zuhörern zugewandt sein. Auch hier gilt: binden Sie Ihren gesamten Körper in Ihr Training ein. Gehen Sie auf Ihr Publikum zu. Verstecken Sie sich nicht hinter einem Tisch. Auch der beste Inhalt wird erst durch eine offene, positive und überraschende Präsentation interessant.

Zu guter Letzt heißt es: ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN!

Wie schon Mark Twain gesagt hat: Um eine gute improvisierte Rede halten zu können, braucht man mindestens 3 Wochen Vorbereitung.

Wenn Sie eine individuelle Stimmanalyse machen wollen oder Sprechtechnik Übungen benötigen: Ich stehe Ihnen persönlich oder über Skype gerne zur Verfügung. Mehr Informationen erfahren Sie auf
www.traudichsprechen.at