WAS SOLL ICH MACHEN, WENN DIE STIMME VERSAGT?

Die besten Tipps für Notfälle.

Wir alle sehnen den Frühling herbei, doch es gibt auch etliche Nebenwirkungen, unter denen viele von uns leiden: die lästige Frühjahrsmüdigkeit und die noch lästigere Erkältungswelle.

Viele meiner Freunde und Kunden – und auch mich – hat es gerade jetzt erwischt: Halsschmerzen, Kopfweh, Schnupfen. Und zu guter Letzt: die Stimme versagt. In der Früh entspringt ausser einem dumpfen Krächzen kaum etwas Brauchbares unserem Kehlkopf.

In den letzten Tagen häufte sich bei mir die dringende Anfrage: Was mache ich, damit die Stimme nicht versagt??!!!

Hier sind die Top Tipps für alle Betroffenen, die Zeit haben, sich zu regenerieren aber auch für diejenigen, die trotz Erkältung ihre Stimme beanspruchen müssen.

 

Sobald die Stimme versagt: Sprecht so wenig wie möglich und haltet Eure Atemwege feucht. Vermeidet Husten, Räuspern, Flüstern! Sobald Ihr spürt, dass der Hals trocken wird: unbedingt trinken oder Zuckerl lutschen (z.B. Grethers Pastillen ohne Menthol). Und tief durchatmen!

Hier meine Lieblings-Tipps, die ich selbst bei Erkältung anwende:

BAUCHATMUNG: nach dem Aufwachen noch im Bett liegenbleiben und ganz tief in den Bauch einatmen. Legt dabei Eure Hand auf den Bauch und beobachtet, wie sich diese beim Einatmen hebt. Dann langsam wieder Ausatmen. (Übung mind. 5x wiederholen).

 

INHALIEREN: wenn Ihr einen Inhalator habt – kramt ihn aus dem hintersten Winkel Eurer Wohnung wieder raus, es lohnt sich! Ihr könnt aber auch eine Schüssel nehmen – Meersalz und heißes Wasser hinein und das Gesicht schön drüberhalten. Ein Handtuch über den Kopf und tief einatmen. Ihr könnt auch Kamillenblüten (oder einfach einen Kamillenteebeutel aufreissen) in das heiße Wasser geben.


FLÜSSIGKEITSZUFUHR:
genügend Wasser oder Tee trinken ist immer wichtig, wenn Ihr erkälten seid, umso wichtiger! Trinkt 2 – 3 Liter und haltet Eure Stimmbänder feucht. Salbeitee und Ingwer sind desinfizierend. Bitte keinen Schwarztee oder Kaffee! (auch wenn es schwer fällt)

 

GURGELN: gerade Schauspieler schwören auf Hausmittel wie das Gurgeln. Ihr könnt lauwarmes Salzwasser (Meersalz, Emser Salz aus der Apotheke) verwenden, manche greifen zu Apfelessig – mit Wasser verdünnt – mit Honig. Schmeckt eklig, befreit aber von Keimen.

250 ml Wasser mit einem halben TL Salz auflösen, alle 2-3 Stunden gurgeln. (je tiefer das Wasser in den Rachen gelangt, desto besser) Kochsalz befeuchtet die Schleimhäute und desinfiziert. Ihr könnt statt Salz auch 10 Tropfen Teebaumöl ins Wasser geben und gurgeln (Teebaumöl wirkt gegen Viren und Bakterien). Ebenso empfiehlt sich Salbeitee.

 

 

GUT LÜFTEN: gerade, wenn es draussen kühl ist, vergessen oder verzichten wir gerne aufs Lüften. Dabei reizt die trockene Luft die Schleimhaut am Kehlkopf und die Stimmbänder. Wenn es bei Euch zu Hause im Winter zu trocken ist, könnt Ihr einen Topf mit Wasser neben das Bett stellen. (nicht hineinsteigen, wenn Ihr in der Nacht auf die Toilette müsst!) oder nasse Handtücher aufhängen.

SCHAL NICHT VERGESSEN: auch wenn es jetzt langsam wärmer wird und wir es kaum erwarten können, die dicke Daunenjacke endlich loszuwerden – die Luft ist in der Früh und in den Abendstunden noch sehr kalt. Atmet lieber noch durch die Nase und geht nicht ohne Schal aus dem Haus.

 

Ausserdem: Jeder von uns kann an einer Erkältung erkranken, auch mehrere Infektionen pro Jahr sind keine Seltenheit. Seht es einfach als Zeichen und nehmt Euch eine Auszeit. Bereits ein Mittagsschläfchen kann Wunder bewirken. Lest endlich das Buch, das schon so lange neben dem Bett liegt. Und entspannt Euch. Think positiv und der Körper wird es Euch danken.